Main Image Web

Mobil bis ins hohe Alter

Jede Generation hat ihre eigenen Mobilitätsbedürfnisse. Über alle Generationen hinweg aber gilt: Die uneingeschränkte individuelle Mobilität ist entscheidend für gesellschaftlichen Austausch und soziale Teilhabe.

Ältere Menschen empfinden den Verlust von Mobilität häufig als einer der größten Einschränkung ihrer Lebensqualität. Für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ist daher die Unterstützung bei der Bewältigung von Wegstrecken elementar.

Dies bezieht sich auf das gesamte Spektrum der Mobilität: innerhalb von Wohnkomplexen und -quartieren bis hin zur Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, privaten Fahrdiensten und systemübergreifenden technischen Hilfsmitteln.

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Möglichkeiten älterer Menschen kaum weiter entwickelt. Die heutigen Mobilitätseinschränkungen sind die gleichen, die auch vor 20 Jahren schon existierten.

Mobilität ist einer der wenigen Bereiche in dem in den nächsten Jahren mit deutlichen Verbesserungen der Lebensumstände älterer Menschen durch technische Hilfssysteme zu rechnen ist. Selbstfahrende Automobile werden in der nächsten Dekade die Straßen erobern und für jung und alt Vorteile bieten. Insbesondere alten Menschen bietet diese neue Technologie die Möglichkeit Selbstbestimmtheit zurück zu gewinnen und bis ins hohe Alter am risikolos am Straßenverkehr teilzunehmen.

Die Förderung der ausgewählten Projekte zum Thema „Mobil bis ins hohe Alter – nahtlose Mobilitätsketten zur Beseitigung, Umgehung und Überwindung von Barrieren“ ist Bestandteil des Zukunftsprojekts „Auch im Alter ein selbstständiges Leben führen“ der Bundesregierung. Sie ist damit ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Dies ist zugleich ein Beitrag zur Umsetzung der Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel "Das Alter hat Zukunft". Dafür stellt das Ministerium 20 Mio. Euro zur Verfügung.

Folgende 14 Projekte wurden gefördert:

  • Barrierefreier Tourismus (Accessible Tourism) für Senioren mit einem WLANgestützten Navigations- und Informationssystem (ACCESS)
  • Personalisierter Begleiter (COMPAGNO)
  • Europäische Metropolregion Nürnberg macht mobil durch technische und soziale Innovationen für die Menschen in der Region (EMN-MOVES)
  • Regionale Alltags- und Freizeitmobilität für Senioren am Beispiel der Stadt Darmstadt (inDAgo)
  • Mobil bis ins hohe Alter (Mobia)
  • Nahtlose, barrierefreie Informations- und Mobilitätsketten für ältere Menschen (namo)
  • Personalisiertes Assistenzsystem und Services (PASS)
  • Personalisierte Mobilität, Assistenz und Servicesysteme in einer alternden Gesellschaft (PASSAge)
  • Sehr mobil mit 100 Mobilitätsketten für Senioren in der Modellregion Siegen-Wittgenstein (S-Mobil100)
  • Unterstützung der Mobilität älterer Menschen im urbanen Raum (SenioMobil)
  • Sicher und mobil durch begleitende Assistenzsysteme (SIMBA)
  • Urlaubsreisen im Alter mit individuellen Services (URAiS)
  • Virtueller Begleiter (ViBe)
  • Navigationssystem für Personen mit körperlichen Behinderungen in urbanen Gebieten mit vielfältigen Mobilitätsangeboten (WikiNavi)